Grundsätzlich sollte der Kieferorthopäde die Stellung von Kiefern und Zähnen von Kindern vor oder direkt zu Beginn des Zahnwechsels in den Seitenzahnbereichen beurteilen, also in der Regel zwischen dem 10. und 11. Altersjahr. Manchmal kann der Zahnwechsel aber auch schon mit 8 bis 9 Jahren beginnen oder bis zum 14. Altersjahr auf sich warten lassen. Meistens ist es von Vorteil, die Zahnstellung während des Zahnwechsels zu korrigieren, als auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Bei ausreichendem Platzangebot und kleinen Fehlstellungen kann die kieferorthopädische Behandlung aber auch erst nach Abschluss des Zahnwechsels in den Seitenzahnbereichen beginnen.
Frühbehandlung
Bei ausgeprägten funktionellen Abweichungen kann es sinnvoll sein, diese möglichst frühzeitig zu beheben, damit die weitere Gebissentwicklung normal verläuft. Eine solche Abweichung ist zum Beispiel ein seitlicher Kreuzbiss mit entsprechend starker Abgleitbewegung zu einer Seite («schräges Beissen» auf eine Seite).